Home

29. und 31. Oktober 2017, 17 Uhr
Evangelische Stadtkirche Ravensburg

Furchtlos und frei – Ein Lutheroratorium

Text: Jochen Tolk
Musik: Michael Benedict Bender

500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers an der Kirchentür zu Wittenberg ist seine Botschaft aktuell wie ehedem. Die Zweifel daran sind es nicht minder. Sie entspricht so gar nicht dem „modernen“ Denken.

In dieser Gemengelage hat das Autorenduo Jochen Tolk (Text) und Michael Benedict Bender (Musik) ein Oratorium geschaffen, das in sieben Bildern Leben und Wirken Martin Luthers erzählt und es dabei immer wieder mit den Zweifeln und Widersprüchen der heutigen Zeit konfrontiert. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Ursprung der „Freiheit eines Christenmenschen“.

Musikalisch ist das speziell für diesen Anlass neu entstandene Oratorium im Cross-Over-Stil komponiert: Elemente der klassischen Musik begegnen Stilelementen aus Musical, Jazz und Popmusik, die einander gegenüberstehen, aber auch ineinandergreifen. Ein klassisches Sinfonieorchester und eine Big Band begleiten dabei den klassischen Bachchor Ravensburg und den Gospelchor „Unity“.

Hier Karten kaufen >>

 

Termine & Karten

Es gibt zwei Aufführungen

am So, 29. Oktober 2017, 17:00 Uhr
am Di, 31. Oktober 2017, 17:00 Uhr

in der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, Marienplatz 3

 

Einführungsvortrag

am Do, 26. Oktober 2017, 19:30 Uhr

im Matthäus-Gemeindehaus, Weinbergstr. 12, Ravensburg

 

Vorverkauf ab 1. April 2017

schwäbischeTICKETS

Hier Karten kaufen >>

Tourist Information Ravensburg

Telefon: 0751/82-800
Telefax: 0751/82-466
Lederhaus
Marienplatz 35
88212 Ravensburg

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag  9:30–17:30 Uhr
Samstag  9:30–14:00 Uhr

Medienhaus Schwäbisch Media

Karlstraße 16
88212 Ravensburg
Telefon 0751/29555777

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 8:00–18:00 Uhr
Samstag 8:00–12:00 Uhr

 

Preise

Erwachsene:
Kategorie A: Hauptschiff Reihe 1–15, Empore Reihe 1 und 2  € 25,-
Kategorie B: Hauptschiff Reihe 16–21, Empore Reihe 3 und 4  € 21,-
Kategorie C: Seitenschiff (unnummerierte Plätze)  € 17,-

Schüler und Studenten (gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises beim Erwerb und am Einlass) erhalten € 3,- Nachlass auf Karten der Kategorien B und C.

Mitglieder im Freundeskreis Kirchenmusik an der Ev. Stadtkirche erhalten € 3,- Nachlass auf Karten der Kategorien A, B und C.


Inhaber der Schwäbisch Media AboKarte erhalten € 2,- Nachlass auf Karten der Kategorien A, B und C.

Nur an der Abendkasse solange der Vorrat reicht gibt es
Familienkarten (3–5 Personen) für € 40,-

Mitwirkende

Pop-Soli: Conny Bader, Ravensburg
Katharina: Brigitte Schweizer, Basel
Tetzel, Cajetan: Karsten Münster, Bad Saulgau
Vater: Hermann Locher, Tettnang
Luther: Christian Feichtmair, Wangen

Bachchor Ravensburg e. V.

Gospelchor „Unity“

Seniorenkantorei an der Evangelischen Stadtkirche

Projektchor „Kantate zum Mitsingen“
Interessierte Mitsänger hier entlang >>

Kinderchöre der Evangelischen Singschule Ravensburg

„Smarty Voices“ der Musikschule Ravensburg e. V.

Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben

Big Band

Leitung: KMD Michael Bender

Die Story

In sieben Bildern wird Leben und Wirken Martin Luthers erzählt und dabei immer wieder mit den Zweifeln und Widersprüchen der heutigen Zeit konfrontiert.

 

Im ersten Bild

steht der junge Luther im Blickpunkt. Seinem Vater ist wichtig, dass er eine möglichst umfängliche Bildung genießt, damit er Karriere machen und im Wohlstand leben kann. Luther studiert, aber mit einem ganz anderen Ziel: Er will Gott und die Welt verstehen, nur der Wahrheit verpflichtet, und er fragte sich: Wie mach ich‘s recht, damit Gott mir gnädig ist? Diese Überlegungen Luthers werden von der Pop-Stimme konterkariert. Sie regt sich auf: Was für ein verrückter Kerl! Der glaubt noch an den Teufel! Luther hadert auch nach seinem Eintritt ins Kloster immer wieder mit sich: „Ich bin ein Geistlicher, ein Mönch geworden, und bleibe doch ein Sünder. Ich bin nicht besser als die Leute, die draußen leben in der Welt.“ Nach langem Suchen und Ringen wird Luther die Erkenntnis geschenkt, dass Gott ihn auch als einen unvollkommenen, sündigen Menschen in Gnaden annimmt, wenn er Buße tut und an die Versöhnung durch Christus glaubt.

 

Im zweiten Bild

geht es um den Ablasshandel, der Luther ein Dorn im Auge ist. In einer dramaturgisch durchgestylten Szene tritt Tetzel auf dem Marktplatz auf und bietet marktschreierisch Ablassbriefe an, mit deren Hilfe man sich von seinen Sünden loskaufen kann. Luther kritisiert ihn leidenschaftlich: „Das kann nicht die Lehre der Kirche sein: Zahlen – und stracks in den Himmel hinein.“ Er wendet sich an seine Kollegen und stellt ihnen seine 95 Thesen gegen diese Praktiken vor. Die Kirche indes bleibt bei ihrer Ablasspraxis und schickt den Papstgesandten Cajetan, der Luther zum Widerruf bewegen soll. Doch jener bleibt standhaft und wird schließlich vor den Reichstag zitiert.

„Die Story“ weiterlesen

Musikalische Konzeption

Einmal im Leben ein Oratorium komponieren – das war schon lange mein Wunsch. Allein – es fehlte die entsprechende inhaltliche Idee und ein Text. Ein Gespräch mit Jochen Tolk über die musikalische Begehung des Reformationsjubiläums gab dann die Initialzündung: Es sollte ein Oratorium über Leben und Wirken von Martin Luther werden, das den musikalischen Gegebenheiten an der Evangelischen Stadtkirche mit ihren zahlreichen Chorgruppen Rechnung trägt, nämlich im Wesentlichen die Verknüpfung von klassischen und popularmusikalischen Elementen in ein Werk im sogenannten Crossover-Stil.

 

Die Herausforderung war, einerseits die formalen und dramaturgischen Anforderungen eines Oratoriums mit Handlungsfortschritt (Rezitativen), betrachtenden Elementen (Arien), großen Chören, sowie Chorälen mit beiden Stilen aus Pop- und klassischer Musik zu verknüpfen. Mein Ehrgeiz war dabei, nicht einfach Einzelsätze in verschiedenen Stilen aneinanderzureihen, sondern in zahlreichen Stücken Elemente beider Stile miteinander zu verschmelzen.

„Musikalische Konzeption“ weiterlesen